Plötzlich alles anders – meine Wahrnehmungen

Magnolie, alles anders

Frühjahr 2020, COVID – 19 verändert die Welt

Wer hätte gedacht, dass das Frühjahr 2020 zur Herausforderung für uns alle werden wird? Plötzlich passieren Dinge die wir nie für möglich gehalten hätten. Alles wird anders.

Hamstereinkäufe, Klopapiermangel, Homeoffice, Quarantäne, Kontaktverbot, Homeschooling…alles Begriffe, die mittlerweile ganz bestimmte Bilder in unserem Kopf hervorrufen.

Neue Herausforderungen

Als um die Faschingszeit immer mehr Nachrichten vom Coronavirus im Radio kommen, macht sich ein komisches Gefühl in meinem Bauch breit. Irgendwie denke ich: “ Hoffentlich werden wir nicht alle bald zu Hause sitzen…“, das ist nur ein kurzer Impuls, und ich schiebe ihn beiseite, nie hätte ich gedacht, dass ich schon bald in den Genuss von Homeschooling kommen und mein Ladengeschäft vorübergehend schließen würde.

Gute Erinnerungen

Für Anfang März ist ein großes Event bei mir im Laden geplant. Ein Wohnzimmerkonzert mit Valerie Lill. Ich habe knapp 20 Anmeldungen – AUSVERKAUFT- Ich freue mich sehr, die Aufregung steigt und ich höre jeden Tag mit wachsender Angst die Nachrichten. Wird das Event stattfinden können? Corona breitet sich weiter aus…und auch ich möchte für meine Kunden und mich kein Risiko eingehen.

Das Konzert kann stattfinden und wird ein voller Erfolg. Die Erinnerung an diesen Tag wird mich die nächsten Wochen tragen. Tatsächlich spitzt sich die Situation in den nächsten 14 Tagen zu, und es sind keine Veranstaltungen mehr möglich. Alle Termine und Kurse müssen abgesagt werden und ich darf die Türen von meinem Ladengeschäft vorübergehend nicht mehr für die Allgemeinheit öffnen. Auf einmal ist alles anders!

Wirklichkeit oder was?

Das frage ich mich immer wieder. Wenn ich in meinem geschlossenen Laden stehe, in dem alles für Ostern dekoriert ist und nur darauf wartet ein neues Zuhause zu finden. Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Traum, nur dass ich nicht aufwache. Das kann doch gar nicht sein! Wie ist das möglich?

Alles bleibt leer

Am Anfang machte ich mir keine Gedanken um die Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und um meine Gesundheit. Ich befand mich in einer Art „Schockstarre“. Wie ein trotziges Kind stampfte ich auf und sagte mir: “ Ich komme gut durch diese Zeit“.

Neue Chancen

Ich möchte gut mit meiner Familie durch diese Zeit kommen. Mir wird klar, dass ich nie mehr so viel und intensive Zeit mit meinen drei Söhnen verbringen werde. Wir werden uns immer genau an diese Zeit und ihre Herausforderungen erinnern. Eben gerade deshalb, weil alles anders ist als sonst. Ich möchte, dass dies eine wertvolle Zeit wird. Damit meine ich nicht, dass wir alle jeden Tag fröhlich und lachend durchs Haus tanzen, sondern dass wir diese gemeinsame Zeit nutzen, die Herausforderung annehmen und was fürs Leben lernen.

Disziplin, Jogginghose und neue Erkenntnisse

„Wer eine Jogginghose trägt hat die Kontrolle über sein Leben verloren“.

Karl Lagerfeld

Nie habe ich diese Zitat besser verstanden als jetzt. Nicht, dass ich Jogginghose tragen würde, aber manchmal ist die Versuchung groß, nicht aus dem Schlafanzug zu kommen. Außerdem erfordert es nicht nur Disziplin von meinem jüngsten Sohn seine Schulaufgaben zu machen, sondern auch von mir. Es ist eine echte Herausforderung den Alltag neu zu strukturieren und ich staune darüber, dass ich das Gefühl habe, überhaupt keine Zeit mehr zu haben. Ich lerne, putze, koche, backe und esse nur noch. Ich stelle fest, dass Spazierengehen echter Luxus ist. Eine wunderbare Gelegenheit sich selbst etwas Gutes zu tun.

Seelenschmerz und Alltagswunder

Mittlerweile bin ich im Alltag angekommen. Manchmal packt mich die Angst und Fassungslosigkeit über diese Pandemie, die so viel Leid verursacht.

Dann stehe ich in meinem Vorgarten und denke:“Hier ist die Welt noch in Ordnung. Sie dreht sich einfach weiter. Die Vögel zwitschern, die Blumen wachsen und die Bienen summen“. So einfach kann das Leben sein, und gleichzeitig so schwer.Vieles erscheint mir sinnlos und ich nehme mir vor, nach dieser Krise anders zu leben… Mein Leben mehr zu schätzen, Dinge dann zu genießen wenn sie dran sind und nicht wenn ich denke, dass ich jetzt Zeit dafür habe. Denn morgen kann schon alles anders sein…auch das hat mir mein Garten gezeigt. Die Magnolien genießen wenn sie blühen, denn wenn der Frost kommt ist alles vorbei.

Sich selbst Gutes tun

Hört sich so einfach an und ist doch so schwer. In Krisenzeiten ist es wichtiger denn je sich selbst Gutes zu tun. Das muss nichts Großes sein, es reichen schon Kleinigkeiten. Das kann ein leckeres Essen sein, eine Wellnesszeit im eigenen Bad, roter Nagellack, ein guter Raumduft, schöne Dekoration oder einfach mal in die Ecke sitzen, die Seele baumeln lassen und die Gedanken auf Wanderschaft schicken. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut, das wird Ihren Alltag verändern.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie gut durch diese Zeit kommen, dass Sie und Ihre Lieben bewahrt bleiben und dass wir uns bald wieder sehen können. Ich vermisse es, Sie in meinem Laden begrüßen zu dürfen, mit Ihnen ein „Schwätzchen“ zu halten, zu lachen und den neusten Trend zu präsentieren. Deshalb hoffe ich, dass das bald wieder möglich sein wird. Bleiben Sie gesund! Und schreiben Sie sich eine Do-to Liste für die kommende Zeit, wenn wieder alles möglich ist.

Bis dahin bin ich für Sie per Mail oder telefonisch erreichbar und freue mich von Ihnen zu hören.

Herzliche Grüße

Jeanette Scheuernstuhl

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